"Verloren im Wald" | Spannend erzählen (Irina Schlagnitweit)

„Willst du mit in den Wald gehen und einen Christbaum aussuchen?“, begrüßte mich mein Opa an einem nebeligen Adventsamstag. „Ja!“, rief ich und voll Freude sprang ich auf und zog mir meine neue grüne Schijacke, meine warmen Stiefel, eine Haube und ganz warme Handschuhe an. Opa holte währenddessen Werkzeug aus der

Garage und dann ging´s auch schon los.                                                                                  

Es war nicht sehr weit bis zum Wald und darum hatten wir bald unser Ziel erreicht. Im Wald herrschte unheimliche Stille, außer ein paar Blättern, die im Wind raschelten. Mein Opa und ich mussten ein kurzes Stück gehen, bis wir eine schöne große Tanne gefunden hatten. Sie trug dichte Nadeln und war saftig grün. Als ich mich etwas umschaute und die anderen mächtigen Bäume bestaunte und mich dann wieder umdrehte, war plötzlich mein Opa verschwunden. Das Gefühl des Alleinseins lässt mich erstarren! Meine Hände werden schweißnass und ich zittere am ganzen Körper. „Opa?“ „Opa, wo bist du?“, rufe ich mit bebender Stimme durch den Wald. Doch es kommt keine Antwort. Mehrmals versuche ich es, doch vergeblich. Ich muss die Tränen, die hinter meinen Augen vorzudringen drohen, zurückhalten. „Was soll ich tun?“, überlege ich. Wieder versuche ich zu schreien. Doch ich bekomme keinen Ton heraus. Ich suche die Gegend ab. Doch meine Augen erblicken nichts und niemanden, bis auf…. eine Gestalt. Starr vor Schreck bleibe ich stehen. Mir läuft es eiskalt über den Rücken und ich überlege fieberhaft, was ich machen soll.

Wegrennen scheint die beste Lösung zu sein. Und schon rase ich los. Mir kommt es so vor, als hörte ich Schritte hinter mir. Als ich mich umdrehe, sehe ich jedoch niemanden mehr. Ich habe mich getäuscht. Erleichtert bleibe ich stehen. Doch dann packt mich doch die Neugierde und ich schleiche mich an den Platz, wo ich die Gestalt zum letzten Mal gesehen habe. Als ich dort angelangt war, brach ich in schallendes Gelächter aus. Die Gestalt, vor der ich geflüchtet war, war nichts anderes als ein Reh, das jetzt erschrocken zwischen den Bäumen verschwand. 

Mein lautes Lachen hörte auch mein Opa, der mich schon überall gesucht hatte. Als wir uns wieder gefunden hatten und ich ihm mein Erlebnis schilderte, lächelten wir und einigten uns: „Das Christbaum holen war ein richtiges Abenteuer!“

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Kommentare: 6
  • #1

    Kyra (Freitag, 15 September 2017 17:01)

    Die geschichte war spannend

  • #2

    Karo (Mittwoch, 21 März 2018 20:27)

    Gute Geschichte hat sehr geholfen!...!

  • #3

    zLowyy (Montag, 07 Mai 2018 20:28)

    Es ist cool

  • #4

    Koko (Sonntag, 30 September 2018 17:23)

    Geschichte hat geholfen

  • #5

    lala (Dienstag, 11 Dezember 2018 15:33)

    dabke für die netten Komentarw���

  • #6

    Schnittlauch. (Samstag, 15 Dezember 2018 19:01)

    Geile Geschichte!!
    Man könnte aber auch schreiben
    0+-= Kind