Willi's Schwein | Katrin Praher (D3, 1. Lgr.)

Das Schwein in Willis Garten

will endlich richtig starten,

es kauft sich einen Hut

der steht ihm wirklich gut.

 

Im Herzen regt sich's leise

,,Jetzt mach ich eine Reise".

Doch Willi sagt zu seiner Frau:

,,Morgen schlachten wir die Sau!"

Doch das Schwein mit seinem Plan

sitzt schon in der Straßenbahn,

leise grunzt es vor sich hin:

,,Morgen bin ich schon in Wien".

 

Am Morgen steht der Bauer auf.

Das Schicksal nimmt wohl seinen Lauf,

mit leeren Händen steht er da

warum ist wohl nicht jedem klar.

 

In seinem Bauch regt sich der Hunger,

doch das Schwein hat keinen Kummer.

Willi lässt das keine Ruh,

ruft die Polizei im Nu.

 

Herr Inspekor Naseweis

findet sie um jeden Preis,

schon ruft er die Fahndung aus

ein Zettel hängt an jedem Haus.

 

Der Schaffner erinnert sich genau

an die gut gelaunte Sau,

die verlässt in Krems die Bahn

ganz berauscht von Freiheitswahn.

 

Den Hut wirft sie weit in die Luft,

es tut ihr gut, ein neuer Duft.

Sie spaziert so vor sich hin,

hat so vieles jetzt im Sinn.

 

Plötzlich bleibt sie lachend steh‘n,

sie hat den Eber Konstantin gesehen.

Welch ein Prachtstück von 'ner Sau,

da wird ihr schon im Magen flau.

 

Bei ihm da will sie bleiben,

ihr Herz ihm ganz verschreiben.

Mit einer großen Ferkelschar,

sieht man sie im nächsten Jahr.

 

Als der Bauer dies nun sah,

wurde ihm so manches klar.

Bei solch einem Familienglück,

wandte sich sein Sinn ein Stück.

 

Beseelt geht er zu seiner Frau nachhause:

„Ich glaub wir brauchen auch 'ne Pause“.

 

Das war die Geschichte von Willis Schwein

und jetzt lass ich das Reimen sein.

~Katrin Praher~

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