Buchrezension | Nina Raab (4b, 1. Lgr.)

Buchempfehlung von Nina Raab:

Gudrun Pausewang "ADI. Jugend eines Diktators"

 

Veröffentlichung im Jahre 1997 in der Ravensburger

Jungen Reihe im Ravensburger Buchverlag

  

Dieses Sachbuch handelt von der Jugend Adolf Hitlers. Viele Erlebnisse oder Taten, die „Adi“ in seiner Jugend erlebte, werden in diesem Buch beschrieben. Auch von

seinen eigenartigen, unsympathischen Charaktereigenschaften und seinem teilweise unmöglichen Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen, besonders den Juden und Ausländern, ist die Rede. Der Autorin, Gudrun Pausewang, gelingt es, mit nur wenigen oder zum Teil erfundenen Dokumenten so dicht wie möglich an den Fakten zu bleiben und seine ganze Jugend ausführlich von seinem 16. – 20. Lebensjahr zu schildern.

  

Adolf Hitler, 1889 geboren, stammt aus einer normalen Familie in Österreich, Linz. Sein Vater Alois Hitler übt den Beruf als Zollbeamter aus und seine Mutter Klara Hitler ist Hausfrau.

Neben 4 verstorbenen Kindern bleiben nur Adi und seine jüngere Schwester Paula übrig. Da Adi der Ältere ist, bereitet ihn sein Vater schon auf die Berufswelt vor und redet ihm ein, Zollbeamter, ganz nach ihm, zu werden. Doch Adi weiß genau, aus ihm würde viel mehr werden. Er hat eine große Leidenschaft für das Malen von Gebäuden oder Aquarellen.

Schon in seiner Volksschulzeit weiß der kleine Adi, dass er anders als alle anderen ist.

Adi ist ein Einzelgänger und hat keine Freunde. Er sieht sich selbst gerne in der

Führerrolle und lässt sich von anderen, sprich Lehrern, nichts sagen. Adi hasst die Schule abgrundtief, deswegen bricht er diese auch ein paar Jahre später ab und lungert von diesem Zeitpunkt an nur zu Hause herum und liegt der Mutter auf der Tasche. Inzwischen ist auch sein verhasster Vater gestorben, das war Adis Glück, denn dieser hätte diese Faulheit nie erlaubt.

Tagsüber liest er Bücher über Richard Wagner und über andere berühmte Künstler und abends besucht er Opern von Wagner. Eines Tages trifft er auf einen gleichaltrigen Jungen namens August Kubizek („Gustl“) und freundet sich mit ihm an, jedoch wieder nur, um von jemandem bestätigt zu werden. Gustl hört sich gerne Adis Pläne an und stimmt jeder seiner Behauptungen zu.

Linz ist ab seinem 18. Lebensjahr viel zu klein für ihn geworden und er zieht deshalb in der Hoffnung, dort in einer Kunstakademie aufgenommen zu werden, nach Wien. Sein Plan geht nicht in Erfüllung, doch Adi verschweigt seine Ablehnung an der

Akademie seiner Mutter und lebt weiter in einem gemieteten Zimmer. Doch als Adi erfährt, dass seine geliebte Mutter im Sterben liegt, reist er sofort nach Linz und verbringt die letzten Tage bei ihr, Paula und der Hannitant, seiner Tante. Nach der Beerdigung lässt er Paula bei Verwandten zurück und reist wieder nach Wien. Kurze Zeit später kommt sein „Freund“ oder besser gesagt Zuhörer nach und beide leben gemeinsam in einem Zimmer. Während Gustl sehr erfolgreich ist, lebt Adi nur in den Tag hinein. Adi gönnt Gustl seinen Erfolg nicht und zieht deshalb in ein anderes Zimmer. Die meiste Zeit verbringt er in Cafés oder in Bibliotheken, doch das kann er sich bald nicht mehr leisten. Er verdient kein Geld und wird somit zu einem Obdachlosen, der nachts draußen in der Kälte schlafen muss.

  

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch ausgezeichnet gefallen und ich kann es nur an geschichteinteressierte junge und ältere LeserInnen empfehlen, denn in dem Buch „Adi, die Jugend eines Diktators“  wird genau geschildert, wie Adolf Hitler seine jungen Jahre verbracht hat. Der Inhalt ist sehr spannend formuliert. Auch das Design des Buches gefällt mir gut. Besonders die Kommentare der Zeitgenossen und Mitmenschen Hitlers gehen unter die Haut.  Leider kann ich manche Zeilen sinngemäß nicht ganz nachvollziehen

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Kommentare: 1
  • #1

    Nina Raab (Donnerstag, 01 März 2018 15:26)

    Beste Buchrezension die ich jemals gelesen habe.